Die Projektidee

Ganztagsschulnetzwerk BERLIN

Gemeinsam auf dem Weg

„Wir bieten gute Bildung – den ganzen Tag“: So lautete das Ziel der 39 Grund- und Oberschulen, die 2010 als gemeinsames „Ganztagschulnetzwerk BERLIN“ an den Start gegangen sind. Sie alle hatten Erfahrungen mit dem Ganztag und wollten nun ausgewählte Themen weiter entwickeln. In zwei schulartenbezogenen Netzwerken lernten Pädagoginnen und Pädagogen schul- und professionsübergreifend voneinander. Auf regelmäßigen Treffen tauschten sie konkrete Ideen und Tipps zur Gestaltung ganztägiger Bildung aus und stärkten einander für innovative Entwicklungsaufgaben.

„Das Gute an dem Netzwerktreffen ist, dass einem klar wird, man ist mit den Problemen nicht alleine. Anderen Schulen und Kollegen geht es ähnlich. Das macht mir Hoffnung, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.“ (Frau Z., Sozialpädagogin an einer Integrierten Sekundarschule in Spandau)

Fast 70% aller allgemein bildenden öffentlichen Schulen bieten seit dem Schuljahr 2010/2011 einen Ganztagsbetrieb an. Das bedeutet, dass alle Grundschulen, alle ISS/Gemeinschaftsschulen und sieben Gymnasien ganztägig organisiert sind. Über einen Zeitraum von 4 Jahren organisierte die Serviceagentur Berlin den Austausch über individuelle Erfahrungen mit dem Ganztagskonzept von Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter sowie dem gesamten interdisziplinären Team. Die kollegiale Beratung zwischen den Schulen regte dazu an, neben erfolgreichen Entwicklungen auch die Stolpersteine zu benennen.

„Das Ganztagsschulnetzwerk BERLIN wird somit für gute Ganztagsschulpraxis und das Voneinander lernen stehen, damit gemeinsam neue Wege gegangen werden können.“ (Ludger Pieper - Senat für Bildung, Wissenschaft und Forschung)

 

Die beteiligten Schulen arbeiteten 2010 - 2012 in sogenannten Themengruppen - Grund- und weiterführende Schulen getrennt - zu den Schwerpunkten "Lernkultur", "Kooperation" und "Rhythmisierung". Die vier Gymnasien erarbeiteten sich in einer gesonderten Gruppe, wie Ganztag am Gymnasium umgesetzt werden kann. Unterstützt wurden alle Schulen von Prozessbegleiterinnen, die den fachlichen Austausch in den Themengruppen koordinierten und bei der Umsetzung der einzelnen Vorhaben Strukturierungshilfen gaben sowie die Erfahrungen dokumentierten.

Ab Sommer 2012 profitierten weitere Schulen von den Erfahrungen des Netzwerkes. Einerseits wurden neue Schulen ins Netzwerk aufgenommen, andererseits boten die Netzwerkschulen interessierten Pädagoginnen und Pädagogen Einblicke in "ihren Ganztag".

Das Ganztagsschulnetzwerk BERLIN und die Serviceagentur Berlin sind Teil des bundesweiten Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Europäischen Sozialfonds. Es hat die Beratung und Begleitung von Ganztagsschulen als Ziel. Im Zentrum stehen Regionale Serviceagenturen in allen 16 Bundesländern, die anteilig aus Programm- und Landesmitteln eingerichtet wurden. Das Programm setzt auf die Stärken der Einzelschulen und unterstützt sie dabei, die eigenen Entwicklungsaufgaben zu identifizieren und zu lösen. Ziel der Netzwerke ist es, das Voneinander Lernen zu stärken und eine tragfähige Unterstützungsplattform für die Teilnehmenden aufzubauen.